„Wir müssen aufpassen, dass die schärfere Migrationspolitik nicht den Fachkräftemangel erhöht“ – das erklärte Bärbel Bas im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Arbeitsministerin warnte vor einer härteren Gangart bei der Migration und erklärte zudem, es sei „nicht hilfreich, wenn Menschen mit einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz abgeschoben werden“.
Das würde dazu führen, „dass Arbeitgeber Menschen mit unklarer Aufenthaltsperspektive gar nicht erst einstellen. Sie wissen ja nicht, wie lange diese Menschen bleiben können“, monierte die SPD-Politikerin. Migranten haben allerdings in Deutschland in der Regel gar kein Recht auf Arbeit, wenn sie als vollziehbar ausreisepflichtig gelten, also zum Beispiel ein Asylersuchen abgelehnt wurde und keine weiteren Gestattungen erlassen wurden.
In einzelnen Fällen kann es, da hat Bas recht, dennoch zur Abschiebung arbeitsberechtigter Personen kommen. Wirklich konsequent umgesetzt werden die in Deutschland geplanten Abschiebungen aber nicht: 20.084 waren es im vergangenen Jahr insgesamt – 33.717 scheiterten hingegen. Zudem zielt die unter Bundeskanzler Friedrich Merz eingeführte strengere Migrationspolitik darauf ab, illegale Einreisen zu verhindern.
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