Am Samstag, 25. Oktober 2025, 12.00 Uhr, wurden die beiden 160 Meter hohen, 1977 bzw. 1980 gebauten Kühltürme des AKW Gundremmingen im bayerischen Landkreis Günzburg gesprengt. „Gundremmingen“ hatte einst ein Viertel des bayerischen Strombedarfs garantiert. Es war mit dem Block A das erste große kommerzielle AKW, das 1967 ans Netz ging. Das ist jetzt endgültig Geschichte. Die „hohe“ Politik hat damit symbolisch nach der Methode „never come back“ ein großes Stück Zukunft dem Erdboden gleichgemacht. Nun soll dort ein Batteriespeicher entstehen.
Man hätte es anders haben können, wenn sich nicht die führenden CDU/CSU-Politiker wie schlappe Maulhelden als Bettvorleger vor dem „grünen“ Zeitgeist in den Stauber geworfen hätten. Begonnen hat es mit der „Physikerin“ und vormaligen Umweltministerin Merkel (CDU). Söder eierte, Merz blies die Backen auf, aber ließ nur ein flaues Lüftchen ab. Dabei wäre heute noch eine parlamentarische Mehrheit pro Atomenergie möglich. Aber sie scheitert an einer „Brandmauer“, die mit Rücksicht auf rund 13 Millionen potenzielle Wähler längst statt der AKW-Kühltürme in die Luft gesprengt werden sollte.
Im Jahr 2000 gab es in Deutschland noch 19 Kernkraftwerke, die in Betrieb waren. Sie lieferten rund 30 Prozent des Strombedarfs. Die rot-grüne Schröder/Fischer-Bundesregierung und die vier großen deutschen Kernkraftwerksbetreiber RWE, Viag, Veba und EnBW vereinbarten aber 2000 einen Atomkonsens, um die Stromerzeugung qua Kernkraftwerk zu begrenzen. Demnach sollten die 19 deutschen Atomkraftwerke nach durchschnittlich 32 Betriebsjahren abgeschaltet werden. Im September 2010 beschloss die schwarz-gelbe Merkel/Westerwelle-Bundesregierung eine Laufzeitverlängerung für deutsche Atomkraftwerke um durchschnittlich zwölf Jahre, die den Atomkonsens von 2000 ersetzte.
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