Rauchzeichen aus dem grünen Paralleluniversum

vor 5 Monaten

Rauchzeichen aus dem grünen Paralleluniversum
Bildquelle: Tichys Einblick

Die grüne Ideologie hat sich tief im deutschen Zeitgeist verankert. Wer die öffentliche Debatte in den Medien verfolgt und ihre moralinsatte, ökologistische Tendenz ernst nimmt, wird den Grünen zugestehen müssen, diesen Zeitgeist zu dominieren. Politisch finden sich ihre Forderungen jenseits der Brandmauer in der Agenda sämtlicher Parteien wieder; Bildungssystem und administrativer Korpus der Republik wirken durchtränkt vom Geist eines halluzinierten Transformationszwangs und einer Degrowth-Fantasie, die Verzicht zur Tugend erhebt.

Grüne Ideologie erscheint damit als klassisches Verfallssymptom einer an sich selbst übersatten Kultur, die dazu übergegangen ist, von ihrer Substanz zu leben, ohne ihr neue Werte hinzuzufügen. Es wird das Bild eines Landes wie aus einem Hippie-Film kultiviert.

Eine kleine, aber wortgewaltige Minderheit hält dennoch unbeirrt die Fahne der Vernunft in den Faulwind ökosozialistischer Dominanzattitüde und bleibt bei ihren Forderungen nach einer Rückkehr zur Ordnungspolitik und einem Comeback rationaler Energiepolitik.

Gleichzeitig wirft sie ein Licht auf den intellektuellen Zustand der deutschen Öffentlichkeit und Politik – und die Grünen arbeiten unter Hochdruck daran, diesen intellektuellen Dämmerzustand zu zementieren: Sie fordern eine Beschleunigung der grünen Transformation. Mitten in der schwersten Energiekrise unserer Zeit, im Angesicht des Scheiterns ihres Transformationstraums.

Die Antwort auf die eminente Energiekrise, die sich aus dem Iran-Konflikt ergibt, müsste vernünftigerweise anders lauten: sämtliche konventionellen, grundlastfähigen Quellen zu aktivieren, um die Energieversorgung von 84 Millionen Menschen sicherzustellen und kein soziales Chaos zu riskieren. Es wäre an der Zeit, auch den Dialog mit Russland wieder zu eröffnen. Der Krieg ist verloren; in Brüssel, Berlin und Paris hat man sich verzockt. Einen Systemsturz in Moskau wird es nicht geben. Energieflüsse und Rohstoffe wird man weiter zu Marktpreisen einkaufen müssen – allerdings aus einer geopolitisch deutlich schwächeren Position heraus.

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