Grüner Selbstzerfall: Personalabbau, Führungsleere und extremistischer Nachwuchs im Ausnahmezustand

vor 11 Monaten

Grüner Selbstzerfall: Personalabbau, Führungsleere und extremistischer Nachwuchs im Ausnahmezustand
Bildquelle: Tichys Einblick

Hundert Tage nach dem Machtverlust in Berlin stehen die Grünen vor einem Scherbenhaufen – nicht nur politisch, sondern auch organisatorisch. In der Parteizentrale in Berlin herrscht Unruhe, intern wird gestritten, offen kritisiert und um Einfluss gerungen. Der neue Kurs ist unklar, die alten Gesichter verschwunden, die Stimmung vergiftet.

Bei einer internen Mitarbeiterversammlung Ende Juli wurde nun bekannt: Rund 30 Stellen werden gestrichen, viele befristete Verträge laufen zum Jahresende aus – Verlängerungen wird es nicht geben. Die Reaktion fiel heftig aus. Die Parteischatzmeisterin Manuela Rottmann nannte den Tag laut Handelsblatt einen „Fuck-up-Scheißtag“, eine Mitarbeiterin sprach gar vom „Untergang der Partei“.

Die Kürzungen seien zwar nach einer Wahlniederlage nicht unüblich, doch die Art der Kommunikation habe viele vor den Kopf gestoßen. Es sei zu spät und intransparent informiert worden, wer bleiben dürfe und wer gehen müsse. Parteichefin Franziska Brantner wird vorgeworfen, sich nicht ausreichend für das Schicksal der Mitarbeiter zu interessieren. Ein Angestellter sprach laut Bericht von einem „unehrlichen und in Teilen schlicht verlogenen“ Vorgehen des Vorstands. Der Unmut wachse – nicht nur auf dem Papier.

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