Die EU-Gesundheitsminister haben sich in einer gemeinsamen Empfehlung für Rauchverbote im Freien ausgesprochen. Der entsprechende Vorschlag der EU-Kommission, das Rauchen an Spielplätzen, in der Außengastronomie oder an Spielplätzen zu verbieten, erhielt eine deutliche Mehrheit. Da in Deutschland die Verantwortung bei den Ländern liegt, enthielt sich die Bundesregierung bei der Abstimmung.
Die Empfehlung hat zunächst keine rechtlichen Konsequenzen, da sie nicht bindend ist und jeder EU-Mitgliedstaat für seine eigene Gesundheitspolitik verantwortlich ist. Thomas Steffen, Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, erklärte, dass die Bundesländer die Empfehlung als „zu indifferenziert“ kritisiert haben und insbesondere eine Ausweitung der Rauchverbote in der Außengastronomie ablehnen.
Ziel der Empfehlung sei es, Menschen zu schützen und sowohl die Zahl der Krebsdiagnosen als auch der Krebstoten zu reduzieren. Zehntausende würden nach Angaben der Europäischen Kommission jährlich wegen des Passivrauchens sterben. Dem soll nun nachdrücklich der Riegel vorgeschoben werden. Passivrauchen sei „das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in der EU“, so der für Gesundheit zuständige EU-Kommissar Oliver Varhelyi.
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