Er will es auskosten – das hatte Gregor Gysi schon angekündigt. SED-Vorsitzender, Kommunist – und jetzt Alterspräsident des Bundestages. Er ist zwar nicht der älteste, dafür aber der dienstälteste Bundestagsabgeordnete.
Früher – seit 1848 – war immer der nach Lebensjahren älteste Abgeordnete Alterspräsident eines Parlaments. So wollte es die deutsche, demokratische Tradition. Bis auf Hermann Göring und die NSDAP brach niemand damit – bis man 2017 die Geschäftsordnung des Bundestages entsprechend änderte. Warum? Um einen AfD-Abgeordneten als Alterspräsidenten zu verhindern. So blieb es seitdem.
Das Argument: Ein AfD-Abgeordneter würde dem Ansehen des hohen Hauses schaden und sein Amt als Alterspräsident missbrauchen. Und weil man diese Gefahr sieht, lässt man auch heute lieber den DDR-Kader Gregor Gysi das Amt ausfüllen.
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