Mehr als 500 Wissenschaftler haben zu einer bundesweiten Themenwoche unter dem Motto „Wissenschaft gegen Faschismus“ aufgerufen. In der ersten Juniwoche sollen an mehr als 70 Hochschulen bundesweit über 240 Veranstaltungen stattfinden, darunter Vorträge, Seminare, Podiumsdiskussionen und Workshops. Ziel der Initiative ist es, über die „Verantwortung der Wissenschaft in Zeiten der faschistischen Gefahr“ ins Gespräch zu kommen und eine öffentliche Debatte über autoritäre Entwicklungen, Demokratie und Wissenschaftsfreiheit anzustoßen, heißt es in einem Aufruf.
Hinter der Initiative steht neben Professoren aus dem gesamten Bundesgebiet vor allem das linke studentische Netzwerk „Studis gegen Rechts“, das sich den Kampf gegen die AfD auf die Fahnen geschrieben hat und personell wie organisatorisch eng mit dem Antifa-Bündnis „Widersetzen“ verflochten ist (Apollo News berichtete). Nach Angaben der Organisatoren, hinter denen ausweislich der Impressumsangaben auf der Webseite der Initiative der „Referent_innenrat“ (AStA) der Berliner Humboldt-Universität steckt, wurde der Zusammenschluss erst vor wenigen Wochen gegründet.
Bereits jetzt hätten mehr als 500 Wissenschaftler ihre Unterstützung zugesagt. Ziel sei ein „gemeinsamer Impuls auf Bundesebene“, der zugleich lokale Schwerpunkte und unterschiedliche Formate zulasse. Hochschulen sollen Lehrveranstaltungen öffnen, Diskussionen organisieren und teils reguläre Lehrangebote zugunsten vertiefter Debatten aussetzen.
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