Während EU-Politiker immer wieder vor einem russischen Angriff im Jahr 2029 oder doch erst 2030 warnen, wird diese Bedrohung bei gewissen Führungskräften der Bundeswehr offenbar nicht ganz so ernst genommen: In den ersten eineinhalb Jahren seiner Tätigkeit an der Akademie in Hamburg war Konteradmiral und Ex-Fregatten-Kapitän Ralf Kuchler nach Recherchen von „The Pioneer“ und BILD nur eingeschränkt greifbar.
Allein im Sommer 2024 soll er etwa acht Wochen, im Sommer 2025 sieben Wochen gefehlt haben – jeweils inklusive seines regulären Jahresurlaubs. Wichtige Termine soll er ausgelassen haben: So erschien er nicht persönlich zur NATO-Konferenz der Leiter militärischer Ausbildungsstätten in Athen im Mai 2025. „Das ist das große Klassentreffen der Top-Leute. Da darf man als Chef eigentlich nicht fehlen“, zitiert BILD einen Insider.
Auch bei regionalen und nationalen Informationstagen internationaler Lehrgänge blieb er fern, obwohl für den Kommandeur Präsenzpflicht bestehen würde. Kuchler, einst Musterkarrierist und Jahrgangsbester der Akademie, ehemaliger Kommandant der Fregatte „Hamburg“ und Büroleiter des Generalinspekteurs, begründete seine Fehlzeiten intern mit seiner Rolle als Alleinerziehender und mit einer Rückenerkrankung.
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