„Flexibilität statt Gas“: Landeseigenes Klimainstitut will Industrie bei Dunkelflaute abregeln

vor etwa 2 Monaten

„Flexibilität statt Gas“: Landeseigenes Klimainstitut will Industrie bei Dunkelflaute abregeln
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Wie soll Deutschland nach dem Umstieg auf Wind und Sonne seine Stromversorgung sichern, wenn diese Quellen wetterabhängig einspeisen? Eine Studie des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, einer landeseigenen Forschungseinrichtung im Verantwortungsbereich des NRW-Wirtschaftsministeriums, liefert eine bemerkenswerte Antwort: Bevor neue Backup-Kraftwerke einspringen, sollen industrielle Lasten abgeregelt und private Verbraucher zu Stellschrauben des Stromsystems werden.

Die Studie mit dem Titel „Flexibilität statt fossiles Gas“, bezeichnenderweise von Greenpeace in Auftrag gegeben, arbeitet mit der Vorstellung, dass Deutschland im Regelbetrieb keine zusätzlichen fossilen Gaskraftwerke brauche. Stattdessen soll mit dem Zauberwort „Flexibilität“ die Lücke geschlossen werden. Gemeint ist damit vor allem: Nicht mehr die Stromerzeugung folgt dem Bedarf, sondern die Verbraucher richten sich nach dem Angebot.

Die zu schließende Stromlücke hat einen Fachnamen: positive Residuallast. Gemeint ist der Strombedarf, der übrig bleibt, wenn Wind und Sonne nicht liefern. Geschlossen werden soll sie laut der Studie unter anderem durch eine höhere Effizienz, zusätzliche Speicher, Wärmepumpen oder Biogas. Ein weiterer wesentlicher Baustein, der politisch von besonderer Brisanz ist, ist jedoch die Nachfrage selbst: Verbraucher sollen auf das reduzierte Angebot reagieren und verzichten. Das Schlagwort dafür lautet Demand Response.

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