Die Strategie der FDP in der Ampel war: Rot-Grün zuerst ermöglichen, um dann „das Schlimmste“ von Rot-Grün zu verhindern. Hat nicht funktioniert, konnte nicht funktionieren. Trotzdem macht die FDP genau so weiter – etwa, wenn sie sich dem Kampf gegen illegale Einwanderung verweigert.
Manchmal liegt der große Majestix am Boden. Seine Schildträger haben ihn wieder einmal fallen lassen. Dann seufzt er: „Müde. Manchmal bin ich einfach nur noch müde.“ Wie dem großen Majestix, Veteran der Schlacht von Alesia, geht es manchmal Liberalen, die ihr saures Brot damit verdienen, über die FDP zu schreiben. Sie fühlen sich fallengelassen und seufzen: „Müde. Manchmal bin ich einfach nur noch müde.“
Zum Beispiel am Freitag. Zwölf von 196 Abgeordneten der Union haben nicht mit ihrem Vorsitzenden Friedrich Merz gegen die illegale Einwanderung gestimmt. Deutlich weniger als zehn Prozent. Unter den Verweigerern waren ausgesprochene Merkelianer wie Marco Wanderwitz und seine Lebensgefährtin Yvonne Magwas – eine Klasse von Politikern, die nie auch nur Mittelmaß erreicht hat, von Merkel für deren Parteitreue trotzdem nach oben gespült wurde und die jetzt die Politik unter großem Mimimi verlässt, da ihre Förderin nichts mehr zu sagen hat. Die Lücke, die Magwas und Wanderwitz hinterlassen, ist wohltuender, als sie es selbst je waren.
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