„Faire Verteilung“ im Klimasozialismus: In Hamburg beginnt der Kampf um Stromkapazitäten

vor 2 Monaten

„Faire Verteilung“ im Klimasozialismus: In Hamburg beginnt der Kampf um Stromkapazitäten
Bildquelle: Apollo News

Geht es um den Zugang zum Energienetz, heißt es in Hamburg künftig für Großverbraucher nicht mehr: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. In Zukunft entscheidet der Netzbetreiber Hamburger Energienetze über die Zuweisung von Energiekapazitäten im Bereich der Großverbraucher. Im geplanten Zuteilungsverfahren, von den Behörden als „Repartierungsverfahren“ bezeichnet, werden dann Unternehmen mit einer erwarteten Energienachfrage von über 1,5 MVA (Megavoltampere) vom Netzbetreiber zugewiesene Energievolumina beziehen. Es gehe um eine „faire Verteilung“, behauptet das Unternehmen.

Die Hamburger Energienetze sind eine hundertprozentige Tochter der Hansestadt Hamburg und werden künftig die Bewirtschaftungspraxis der Netze übernehmen. Hamburg steht mit dieser Politik beileibe nicht allein; das Problem fehlender Netzkapazitäten tritt derzeit in zahlreichen, vor allem industriellen und urbanen Regionen Deutschlands simultan auf – die Energiewende offenbart nun massive infrastrukturelle Defizite. Am Hamburger Exempel lässt sich studieren, wohin die Reise in der deutschen Energiepolitik, die den für die „Transformation“ nötigen Netzausbau über Jahre verschleppt und geleugnet hat, in Zukunft gehen wird: zu einer zunächst partiellen, anschließend vertieften Bewirtschaftungspraxis.

Not macht in diesem Fall nicht erfinderisch, sondern ärmer. Kapitalintensive Investitionen, die mit hohem Energieverbrauch einhergehen, lassen sich unter diesen Bedingungen in Deutschland nur schwer realisieren. Und die überfällige Rückkehr zu einem marktwirtschaftlichen Design in der Energiepolitik ist mit der gegenwärtigen politischen Führung nicht zu erwarten; eine effiziente Steuerung von Kapital in den Netzausbau ist unter dem Regime von Zentralplanung und Net-Zero-Ideologie ausgeschlossen, die Probleme werden sich verschärfen.

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