Für Anhänger des schlanken Staates und der freien Marktwirtschaft war bereits das Jahr 2025 ein Desaster. Und es spricht vieles dafür, dass ihnen auch in den kommenden Monaten weitere Bitterkeiten bevorstehen. Den Auftakt zum fiskalischen Raubzug des Jahres 2026 übernimmt dabei zunächst Brüssel.
Nach der Anhebung des Tonnenpreises im Rahmen des CO₂-Zertifikatehandels von 55 auf 65 Euro legte die EU-Kommission unter Ursula von der Leyen erneut nach. Seit Jahresbeginn gilt für Importeure in der Europäischen Union der sogenannte Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM). Dabei handelt es sich um einen Mechanismus, der den europäischen Emissionshandel (EU-ETS) faktisch auf den Außenhandel überträgt.
Importeure sind fortan verpflichtet, emissionsintensive Waren zu identifizieren, detailliert zu analysieren und beim Import für jede Tonne des bei Herstellung und Transport emittierten CO₂ entsprechende Zertifikate zu erwerben. Offiziell verfolgt die EU damit das Ziel, sogenannte Carbon Leakages zu verhindern – also die Verlagerung CO₂-intensiver Produktionsprozesse in Länder mit niedrigeren Umweltauflagen bereits im Ansatz zu unterbinden.
Am Ende dieser Entwicklung trägt – wie so oft – der Verbraucher die Kosten. Besonders hart trifft es jedoch den industriellen Mittelstand, der an den deutschen oder europäischen Standort gebunden ist und nun zusätzlich an Wettbewerbsfähigkeit sowie unternehmerischer Bewegungsfreiheit einbüßt.
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