Im Zentrum des Schlagabtauschs steht der britische Verteidigungsminister John Healey, der bei seinem Besuch in Kiew klarstellte: Würde er die Chance bekommen, würde er Wladimir Putin festnehmen und wegen Kriegsverbrechen vor Gericht stellen.
Die Äußerung fiel am 9. Januar während eines Besuchs in der ukrainischen Hauptstadt – unmittelbar nach einem tödlichen russischen Drohnenangriff auf ein Hochhaus in Kiew. Mitten in den Trümmern, umgeben von Rettungskräften und dem Geruch von Rauch, antwortete Healey auf die hypothetische Frage, welchen Weltpolitiker er entführen würde: „Ich würde Putin in Gewahrsam nehmen und ihn für Kriegsverbrechen zur Rechenschaft ziehen.“
Er verwies explizit auf Gräueltaten wie das Massaker von Butscha, das er bei einem früheren Besuch selbst gesehen habe, sowie auf die Entführung ukrainischer Kinder – Schicksale, die er in Irpin persönlich miterlebt habe. Der Angriff in Kiew, bei dem mindestens vier Menschen starben und Dutzende verletzt wurden, unterstrich für ihn Putins Strategie, Zivilisten und Infrastruktur im Winter gezielt zu terrorisieren.
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