Es geht um Brennstäbe und das Atom-Aus: Diese Schwärzung ist eine Bombe für Habeck

vor mehr als 1 Jahr

Es geht um Brennstäbe und das Atom-Aus: Diese Schwärzung ist eine Bombe für Habeck
Bildquelle: NiUS

Die Liste der scheinbaren Argumente, die Robert Habeck vorgetragen hatte, um eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke zu verhindern – und die sich als falsch oder manipuliert herausstellten – wird immer länger. Nicht nur hätte ein Fortbetrieb der letzten drei Atomkraftwerke die Strompreise gedrückt, er hätte Deutschland als Volkswirtschaft auch viele Hundert Milliarden Euro bringen können und wäre zudem unter höchsten Sicherheitsstandards möglich gewesen.

Neue Dokumente, die Habeck nur nach einer Klage des Magazins Cicero und mit zahlreichen Schwärzungen herausgeben wollte, werfen nun einen brisanten Blick auf das Vorgehen des Noch-Wirtschaftsministers und wie Habecks Ministerium verschleiern wollte, dass die deutschen Atomkraftwerke auch mit neuen Brennstäben noch viel länger hätten betrieben werden können.

Es geht um ein Schreiben aus dem August 2022, Absender ist Dr. Georgios Stamatelopoulos, der Chef des Energieversorgers EnBW. Es ist die Zeit des sogenannten „Stresstests“, der die Frage klären sollte, ob in Deutschland trotz der hohen Gaspreise nach Ausbruch des Ukrainekrieges die Energiesicherheit gewährleistet ist. Der EnBW-Chef gab Auskunft darüber, was sein Kernkraftwerk mit den restlichen Brennstäben noch an Stromproduktion beitragen könnte. 67 Prozent der Leistung, also etwas mehr als 800 Megawatt seien im Streckbetrieb möglich, am Ende nur noch 30 Prozent, heißt es da.

In dieser geschwärzten Form wurde das Schreiben des EnBW-Chefs nach Klage an den Cicero herausgegeben.

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