Politischer Wortschatz: „Einwanderungsgeschichte“

vor 3 Monaten

Politischer Wortschatz: „Einwanderungsgeschichte“
Bildquelle: Tichys Einblick

Am 14. April stellte das Statistische Bundesamt (Wiesbaden) einen Bericht vor mit dem Titel: „Bevölkerung nach Einwanderungsgeschichte. Erstergebnisse 2025“. Darin wird in die Bevölkerungsstatistik das Konzept „Einwanderungsgeschichte“ eingeführt, das attraktiv klingt. Aber was steckt dahinter?

Seit den 1990er Jahren wird in Deutschland breit über Migration diskutiert, und die Betroffenen, die Migranten, erhielten immer neue Namen, weil bisherige „abschätzig“, „unangemessen“ und „negativ“ seien. So kam die sprachübliche Bezeichnung „Asylant“ außer Gebrauch und „Flüchtlinge“ wurde ersetzt durch „Schutzsuchende, Zufluchtsuchende, Geflüchtete“ u. Ä. Als Sammelbegriff für die „neu Hinzukommenden“ verwendet man gerne „Einwanderer“, genderkorrekt: „Eingewanderte“ oder „Einwandernde“.

Für die amtliche Bevölkerungsstatistik braucht es präzis definierte Begriffe. So wurde 2005 der „Migrationshintergrund“ eingeführt, worunter eine in Deutschland lebende Person zu verstehen ist, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit der deutschen Staatsangehörigkeit geboren wurde. 2025 betrug die Zahl der Einwohner mit Migrationshintergrund rund 25 Millionen.

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