Wer beim Treffen von Donald Trump und Wladimir Putin auf einen Friedensschluss hoffte, wurde enttäuscht. Für Realisten gab es hingegen keine Überraschungen.
Vor allem der russische Präsident Putin zeigte sich im Laufe des Spektakels in Anchorage in bester Laune. Jovial nutzte er, wie auch schon während des Interviews mit Tucker Carlson, die Pressekonferenz, um seinem neuesten Hobby, dem Geschichtsunterricht, zu frönen und der versammelten Reporterschar die historische Verbindung von Russland und Alaska näherzubringen.
Präsident Trump hingegen inszenierte das Treffen hollywoodreif, mit als Höhepunkt dem Überflug eines B2-Bombers über Putin hinweg. Wie immer bei Trump vermischten sich in dieser Geste Protzerei und Intimidierung des Gegenüber. Putin hingegen, soweit man das an Fernsehbildern ablesen kann, gab sich betont amüsiert über diese Darbietung. Das größte Schachspiel zwischen Ost und West seit Bobby Fischer und Boris Spasski nahm seinen Lauf.
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