Das Wahlbeben in den USA hat die Machtverhältnisse in Sachen Corona-Wissenschaft mit einem Schlag verkehrt: Mit Dr. Jay Bhattacharya leitet nun ein erklärter Gegner der teils brutalen Corona-Politik die National Institutes of Health (NIH). Die Nachricht schlug auf X ein wie eine Bombe, sogar Christian Drosten schaltete sich in die Diskussion ein. Er warf Bhattacharya „grobe Fehleinschätzungen“ vor. NIUS zeigt anhand Drostens Buch auf, was der Virologe damit genau meint – und warum er falsch liegt.
Die Journalistin Aya Velázquez erinnerte kürzlich auf X daran, dass Drosten im NDR-Podcast die Verfasser der „Great Barrington Erklärung“, die damals für einen Abbruch der autoritären Lockdown-Politik plädierten, als „Pseudoexperten“ diffamiert hatte. Drosten antwortete daraufhin: „Wissen Sie, es gibt so manche, die sich damals mit groben Fehleinschätzungen positioniert haben und es später nicht fertigbrachten, sich zu korrigieren. Das ist Psychologie. Diese Personalie ist Politik. Es ist aber nicht so, dass mich das irgendwie betrifft, falls Sie das hoffen.“
Screenshot X
Welche „groben Fehleinschätzungen“ Drosten genau meint in seiner Antwort, ist bekannt. In seinem Buch „Alles überstanden?“ schreibt Drosten: „Die Vertreter der Great Barrington Erklärung haben sich bei ihren anfänglichen Versuchen, die Sterblichkeitsrate der Erkrankung zu bewerten, enorm verschätzt und ihre Position dennoch weiter in den Medien verteidigt.“ Drosten macht auch mit Zahlenangaben deutlich, worin das enorme Verschätzen bestehe: Die „Infektionssterblichkeit von Covid war damals etwa 16-mal so hoch wie die von Influenza.“
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