Eine von der Regierung in Auftrag gegebene Studie rückt die Junge Freiheit und Tichys Einblick als „politische Alternativmedien“ in die Nähe von Extremismus. Derartige Medien würden sich dadurch auszeichnen, dass sie sich als „Korrektiv zum Mainstream“ verstünden. Linksextremismus adressiert die Studie nicht in gleicher Weise wie Rechtsextremismus.
Es ist ein in vielerlei Hinsicht fragwürdiger Bericht, den die beim BKA angesiedelte Motra-Forschungsstelle anfertigte – gefördert wird der Verbund auch vom Familien- und Forschungsministerium. Dieses Jahr untersucht die Stelle in ihrem jährlichen „Motra-Monitor“ zum ersten Mal den „Zusammenhang zwischen politischer Alternativmediennutzung und extremismusaffinen Einstellungen“.
Ins Visier nimmt die Innenminister Dobrindt unterstellte Behörde hierbei auch konservative Medien wie die Junge Freiheit oder Tichys Einblick. Zudem rechte Medien wie Compact, linke wie Junge Welt oder Jungle World, und muslimische bis islamistische wie IslamiQ, Islamische Zeitung und Al Jazeera. Sie alle sind Beispiele für sogenannte „Alternativmedien“.
Im Hamburger Plenarsaal liest man die „Junge Freiheit“.
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