Die deutsche Wirtschaft gerät immer schwerer in die Krise. Auch im Jahr 2026 geht es kaum voran. Hohe Standortkosten, globale Konkurrenz und eine schwache Nachfrage lasten weiter schwer auf den Unternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt die neue DIHK-Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn, für die rund 26.000 Betriebe aus allen Branchen und Regionen befragt wurden.
„Die wachsende Weltwirtschaft und erhöhte Staatsausgaben, etwa für Sicherheit und Verteidigung, geben einzelnen Bereichen leichten Auftrieb. In der Breite kommt davon jedoch zu wenig an“, erklärt DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov. „Gerade in Zeiten, in denen sich die Weltwirtschaft fundamental neu ordnet, ist das besorgniserregend. Der internationale Wettbewerb wird stärker. Dafür müssen wir uns deutlich mehr anstrengen, um unsere Position zu behaupten.“
Nur rund ein Viertel der Unternehmen beurteilt ihre Lage momentan positiv – ebenso viele sehen sie negativ. Trotz angekündigter Reformen der Bundesregierung bleibt auch der Blick nach vorn verhalten: Jedes vierte Unternehmen rechnet mit einer weiteren Verschlechterung der Lage. Der DIHK-Stimmungsindex steigt zwar leicht um zwei Punkte, liegt mit 95,9 Zählern aber weiterhin deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 110 Punkten.
Grafik zum Stimmungsbild innerhalb der deutschen Unternehmen über die Jahre
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