Ein Bild sagt gerade mehr über den Zustand unseres Landes als tausend Worte. Das Foto zeigt die amtierende Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, die Sozialdemokratin Manuela Schwesig.
Sie ist auch Spitzenkandidatin ihrer Partei bei den anstehenden Landtagswahlen am 20. September. Einen Tag nach dem fulminanten Sieg der AfD in Sachsen-Anhalt hat Frau Schwesig dieses neue Wahlplakat vorgestellt:
Interessant daran ist vor allem, was auf dem Plakat nicht zu sehen ist.
Es zeigt, erstens, kein Partei-Logo. Etwas verschämt versteckt Frau Schwesig ihre SPD geradezu – ganz so, als würde sie erwarten, dass der Parteiname ihre Wahlchancen nicht erhöht, sondern eher mindert. Sehr wahrscheinlich hat sie sogar Recht damit.
Was auf dem Plakat zweitens fehlt, ist ein politischer Inhalt.
Ihr Wahlprogramm nennt die SPD etwas großspurig „Regierungsprogramm 2026-2031“. Auf 95 Seiten und in elf Kapiteln, 77 Themengebieten sowie 97 Unterpunkten haben die Sozis des Nordens aufgeschrieben, was sie politisch wollen. Davon findet sich auf dem zentralen Wahlplakat der sozialdemokratischen Spitzenkandidatin knappe zwei Wochen vor der Wahl:
Nichts. Nada. Niente.
In der Wirtschaft funktioniert der Markt nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage. Der Kunde wählt das Produkt, das seine Bedürfnisse am besten befriedigt – zu einem Preis, den er dafür zu zahlen bereit und in der Lage ist.
Der politische Marktplatz funktioniert ganz genauso.
Bundeshaushalt 2027: u.a. Generaldebatte zum Etat des Kanzleramtes & Verteidigung | 9.9.26









