Die Linke rutscht immer weiter nach links, die rechte Alternative denkt nicht daran zu rutschen, und die Kanzlerpartei, eher hin- als hergerissen, verliert den Boden unter den Füßen.
Die Linke, nach eigener Einschätzung Klassenpartei, wenn auch ohne Klasse, macht Fehler über Fehler. Sie präsentiert sich auf ihrem Parteitag radikal antisemitisch und wirft Israel „Völkermord“ im Gazastreifen vor. Sie wählt einen neuen Vorsitzenden namens Partisano, pardon: Pantisano, der die CDU „faschistisch“ nennt. Die Anhänger der Mauermörderpartei im Osten halten diese Behauptung bestenfalls für besserwesserisch, schlimmstenfalls für parteischädigend. Hofft sie doch, in der neuen Einheitspartei gegen Rechts mit der CDU regieren zu können.
In der Not frisst der Teufel fliegen, denkt wiederum die CDU. Aber so viele Fliegen verträgt der robusteste Magen nicht. Im Grunde müsste selbst der naivste Christdemokrat jetzt alle Hoffnung fahren lassen, mit dieser Partei jemals gemeinsame Sache machen zu können. Und dass der neue Vorsitzende „jeden zweiten Ostdeutschen“ für einen „Nazi“ hält, kann zumindest im Osten die Wahlchancen der Linken auch nicht verbessern.
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