Es ist schon erstaunlich, wie man mit wenigen Worten Millionen Menschen beleidigen kann. Das hat Bundeskanzler Friedrich Merz geschafft.
Bei einer Veranstaltung der Mittelstands- und Wirtschaftsunion in Köln rief er die Deutschen dazu auf, „nicht so larmoyant und so wehleidig zu sein“. Was für eine Wahrnehmung! Wie abgehoben muss man sein, um so etwas zu behaupten? Und wie weit weg kann man sich eigentlich von den Menschen entfernen, die einen gewählt haben?
Die Aussage von Friedrich Merz offenbart eine groteske Lebensfremdheit. Ich erlaube mir zu sagen, dass ich es bewundernswert finde, wenn sich der Kanzler der Bundesrepublik Deutschland ein eigenes Flugzeug erarbeitet hat. Aber es darf nicht dazu führen, die Menschen aus einer Art Vogelperspektive zu betrachten, wie Merz es offensichtlich tut.
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