Deutschlands struktureller Kollaps: Für 2026 bis zu 30.000 Insolvenzen befürchtet

vor 7 Monaten

Deutschlands struktureller Kollaps: Für 2026 bis zu 30.000 Insolvenzen befürchtet
Bildquelle: Tichys Einblick

Symbolträchtiger könnte es nicht sein. Am Freitag wollte sich der Vorstand der CDU zur Klausur in Mainz treffen, um als Auftakt in das Superwahljahr 2026 mit fünf Landtagswahlen mit einer Mainzer Erklärung Wachstum „Made in Germany“ zu starten. Wie der Titel schon sagt, geht es vor allem um die Wirtschaft, denn nicht einmal die CDU kann sich vor der Einsicht drücken, dass es der deutschen Volkswirtschaft „nicht gut“ geht. „Sie leidet schon länger – nicht an einer konjunkturellen Krise, sondern an einer strukturellen Schwäche, die Wachstum bremst und die Wettbewerbsfähigkeit gefährdet. Die deutsche Wirtschaft ist längst nicht mehr Technologieführer in allen für unseren Wohlstand zentralen Sektoren. Das dritte Jahr in Folge drohen Stagnation und Rezession.“

Nicht erst das dritte Jahr, seit 2019 wächst die Wirtschaft nicht mehr wirklich. Doch nun wurde „aufgrund der eindringlichen Wetterwarnungen und der damit verbundenen Gefahrenlage sowie den angekündigten Zug- und Flugausfällen … (die) Jahresauftaktklausur am kommenden Freitag und Samstag“ abgesagt, wie es von der CDU hieß. Nicht wegen schlechter Wirtschaft, sondern wegen schlechten Wetters. Am Ende der DDR hieß es, der letzte macht das Licht aus, jetzt muss das keiner mehr machen, es geht von allein aus, gestern standen wir noch am Abgrund, heute sind wir schon einen Schritt weiter.

In der Wirtschaft zieht ein Pleitesturm herauf, wie wir ihn zuletzt in der Weltfinanzkrise 2008 erlebt haben. Betroffen sind der Maschinenbau, die Automobilzulieferer, Metallwaren, Elektrotechnik, Solarhersteller, Autohändler, Nahrungsmittelhersteller, Betreiber von Krankenhäusern und Pflegeheimen. Wie TE berichtete, war es in den Jahren 2024 und 2025 zum Anstieg der Großinsolvenzen gekommen, 2024 zu einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr von 35 Prozent, so im Jahr 2025 noch einmal um 25 Prozent. Experten rechnen in diesem Jahr mit noch einmal 15 bis 20 Prozent. Jonas Eckhardt von der Restrukturierungsberatung Struktur Management Partner schätzt laut Handelsblatt ein: „In manchen Branchen geht es mittlerweile nur noch ums reine Überleben.“ Sein Kollege Georgiy Michailov, Geschäftsführer der Restrukturierungsberatung Struktur Management Partner, formuliert so kühl wie drastisch: „Wir sind an einem Kipppunkt.“ Da die Wirtschaft nicht wächst, „werden wir immer mehr wirtschaftlich bedeutende Insolvenzen sehen“. Schuld daran sind vor allem zu hohe Energiekosten, hohe Kosten für Arbeitskräfte und Bürokratie, die Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit entscheidend schwächt.

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