Deutschland könnte für den nächsten langfristigen EU-Haushalt ab 2028 deutlich stärker belastet werden als bisher. Nach einem Bericht von The Pioneer warnte der deutsche EU-Botschafter Thomas Ossowski vor einem „immensen Aufwuchs“ der deutschen Beiträge zum EU-Haushalt. Demnach könnten die Zahlungen ab 2028 um 75 bis 80 Prozent steigen.
Rechnerisch würde ein solcher Anstieg Deutschland in die Nähe von 50 Milliarden Euro pro Jahr bringen, berichtet die Bild. Im Jahr 2024 wurden deutsche Beiträge in Höhe von etwa 27,4 Milliarden Euro an den EU-Haushalt geleistet. Ein Anstieg um 80 Prozent ergäbe rund 49,3 Milliarden Euro jährlich.
Die EU-Kommission hatte im Juli 2025 ihren Vorschlag für den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen vorgelegt. Er soll von 2028 bis 2034 gelten. Vorgesehen ist ein Haushalt von fast zwei Billionen Euro. Das entspricht nach Kommissionsangaben 1,26 Prozent des Bruttonationaleinkommens der EU. Finanziert werden sollen unter anderem Programme für Wettbewerbsfähigkeit, regionale Förderung, Landwirtschaft, Sicherheit, Verteidigung, Ukraine-Hilfe und die Rückzahlung der Corona-Schulden aus NextGenerationEU.
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