Das soeben im Achgut-Verlag erschienene Buch „Der Staatsverrat“ ist eine so umfassende wie messerscharfe Zurschaustellung politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklungen (und deren Voraussetzungen) im Spiegel der Corona-Krise. Dabei trägt es die markante Handschrift eines Autorenteams, das fachliche Tiefe und persönliche Integrität verbindet.
Gunter Frank, Arzt und einer der frühesten und standhaftesten Kritiker der deutschen Corona-Politik, bringt die medizinische und gesundheitspolitische Perspektive ein: klinische Erfahrung, Kenntnis institutioneller Abläufe, und den Mut, Fehlentwicklungen klar zu benennen.
Martina Binnig ergänzt diese Sicht um die geopolitische und medienanalytische Dimension. Als erfahrene Journalistin mit Schwerpunkt auf EU, NGOs und supranationalen Strukturen erörtert sie präzise, was im Hintergrund wirkt.
Der Biologe und Immunologe Kay Klapproth, ehemals Akademischer Rat an der Universität Heidelberg, liefert die naturwissenschaftliche Fundierung und ist zudem Zeuge der inneren Verwerfungen des Wissenschaftssystems während der Corona-Jahre.
Gemeinsam entsteht so kein Sammelband disparater Stimmen, sondern ein stringenter, sorgfältig konstruierter Blick auf ein beispielloses, historisches Ereignis, dessen schonungslose Aufarbeitung noch immer aussteht. Die Interdisziplinarität wirkt hier nicht wie ein Nebeneinander, sondern wie ein klar geführter, komplementärer Dreiklang. Ebenfalls gekonnt bewegt es sich dabei im Schnittfeld von politischer Philosophie, Verfassungs- und Demokratietheorie, soziologischer Eliten- und Machtforschung sowie politischer Psychologie und historischer Systemanalyse – also genau jenen Disziplinen, die sich mit der Frage beschäftigen, wie Gesellschaften sich ordnen, entgleisen und erneuern. Und gerade deshalb ist dieses Werk sowohl für Fachleute aufschlussreich als auch für interessierte Laien nachvollziehbar, ohne je zu banalisieren.
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