Wes Anderson hat einen neuen Film herausgebracht. Und wer jetzt „Wes wer?“, „Wer, Wes?“ oder „Wen wunderst?“ fragt, dem sei dies erlaubt. Wes Anderson ist ein Kunstfilmregisseur, nach dem man in Babelsberg kürzlich gar eine Halle benannte. Aber – und das hebt ihn von den überkünstelten Regisseuren hierzulande deutlich ab – macht er Filme, die aufgrund ihrer absurden Genialität einfach Spaß machen. Und „Der phönizische Meisterstreich“, sein neuester Film, ist da keine Ausnahme.
Regisseur Wes Anderson während der Dreharbeiten in Babelsberg.
Das mag sich Anderson auch gefragt haben. Der Film beginnt in den 50ern, in einem Privatflugzeug, als in selbigem plötzlich eine Rakete einschlägt und einen Mann flugs in den luftleeren Raum befördert. Der Anschlag galt Zsa-Zsa Korda (Benicio Del Toro), einem viel gehassten Milliardär, aber es ist schon der siebte oder achte Anschlag auf sein Leben – mal wieder missglückt, also geht er ins Cockpit und gibt dem Piloten präzise Anweisungen. Und als dieser sie nicht befolgen will, betätigt er dessen Schleudersitz und landet das Flugzeug kurzerhand selbst beziehungsweise bringt es zu Boden. Hätte die Schwerkraft auch für ihn getan, aber er überlebt. Länger als seine letzten sieben Ehefrauen, die irgendwie mysteriös verstarben.
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