Der „Epstein-Sumpf“ illustriert weltweit, dass der Schutz von Minderjährigen nichts an Aktualität verloren hat. Allein in Deutschland verschwinden jedes Jahr 800 Kinder spurlos und zehntausende werden, warum auch immer, in staatliche Inobhutnahme verbracht. Viele von ihnen sind aber auch dort alles andere als sicher. Allein in Berlin wurden im Rahmen des „Kentler-Experiments“ bis in die 2000er-Jahre Kinder an Pädophile vermittelt.
Umso wichtiger war die jetztige Teilveröffentlichung der Epstein-Files und die Demonstration für viele, die selbst Opfer von Missbrauch geworden waren. Laut Organisator Xavier Naidoo werde über die Pflicht zur Nennung von Klarnamen gesprochen. Er bezog sich dabei auf eine Äußerung von Friedrich Merz, die dieser während des politischen Aschermittwochs in Trier gefordert hatte: „Ich möchte Klarnamen im Internet sehen. Ich möchte wissen, wer da sich zu Wort meldet“.
Diese „Klarnamenspflicht“ fordert Naidoo auch für die Täter von Kindesmissbrauch. Es könne nicht sein, dass die Täter unbehelligt frei herumlaufen. „Weg mit den Schwärzungen in den Epstein-Files!“ rief er unter tosendem Beifall. Rund 3.000 Menschen versammelten sich bei dieser Demonstration an der Siegessäule. Die Organisatoren hatten allerdings auf deutlich mehr Teilnehmer gehofft.
DRAMA IN REGENSBURG: Geiseldrama beendet! SEK nimmt Verdächtigen fest - Ein Toter | STREAM










