Cottbus: Zeitenwende im Zelt

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Cottbus: Zeitenwende im Zelt
Bildquelle: Tichys Einblick

Geht es dem Mittelstand schlecht, dann geht es dem Land schlecht. 99 Prozent der Unternehmen in Deutschland sind mittelständisch. Parteien und staatliche Organisationen, Gewerkschaften, Verbände und Kammern sehen der wirtschaftlichen Talfahrt wie auch der steigenden Kriegsgefahr weitgehend tatenlos zu. In Cottbus haben sich Unternehmer und aktive Bürger zusammengeschlossen zum „Mittelstandsinitiative Brandenburg e.V.“.

Auf dem Cottbuser Viehmarkt steht gerade ein großes Zelt. Am 20. Februar war es nach Einladung des Mittelstandsinitiative Brandenburg zu einer Friedenskundgebung brechend voll. Über 2.000 Teilnehmer im Zelt und mehrere Tausend per Stream waren zu Gast, um hochkarätige Redner zu hören. Schon vorher hatte die Initiative teilnehmerstarke Veranstaltungen mit Referenten wie Dr. Markus Krall und Hans-Georg Maaßen organisiert und auch große Demonstrationen initiiert. Die Initiative ist am Wachsen und vernetzt sich ständig weiter, viele Gäste reisten auch aus anderen Bundesländern an. Allein ist man stark, gemeinsam unschlagbar, der Frieden ist der gemeinsame Nenner, so der Grundsatz. Eine Einschätzung der wirtschaftlichen Lage der Strukturwandelregion Lausitz hatte kürzlich die aktuelle Krise deutlich beschrieben.

Zum Auftakt äußerte Vereinssprecher Thomas Knott Grundsätzliches und forderte zur nächsten Demo gegen linke Ideologie auf – am 23. Februar im Wahllokal. Unter Moderation des Co-Vorsitzenden Matthias Schulze ergriffen an diesem kühlen Donnerstag Uwe Steimle, Anthony Lee und Peter Hahne das Wort. Zunächst aber brachte Stefan Schötz, Landwirt aus Märkisch-Buchholz, seine Betroffenheit über die aktuellen Zustände emotional auf die Bühne.

Uwe Steimle ist einer der bekanntesten „Friedenshetzer“, seine „Aktuelle Kamera“ erfreut sich jeden Sonntagabend eines wachsenden Publikums. Diese Beiträge bringen mehr Erkenntnis und sind in jedem Fall wahrheits- und humorvoller als die „Tagesschau“. Er ist auf den Bühnen gut unterwegs vor ausverkauften Häusern und gibt hin und wieder und ganz überzeugend den Erich Honecker. Manche Formulierung des ehemaligen Generalsekretärs der SED bekommt wieder beklemmende Aktualität. „Vorwärts immer – rückwärts nimmer“ scheint heute wieder zu gelten, selbst wenn das „Vorwärts“ immer weiter in die Sackgasse hineinführt. Steimle dürfte den MDR, der ihn einst rausschmiss, mitsamt dessen ehemaliger Stasi-belasteten Intendantin nicht vermissen.

Auch Anthony Lee ist Landwirt, er steht im Fadenkreuz von Linksgrün. Er sei der „Rechtsaußen-Bauernführer“, ein influencender „Rechtspopulist“. Was dichtet man ihm nicht alles an, um Argumenten aus dem Weg zu gehen. Er ist der neue mediale Thomas Müntzer der Bauernschaft, er bringt den real existierenden Unsinn auf den Punkt. Hörenswert vom ersten bis zum letzten Satz, zumal er mit militärischer und polizeilicher Lebenserfahrung und Verbindungen nach UK und USA die Sicht auf die Welt bereichern kann.

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