Corona: Chronik einer Staatskrise

vor mehr als 1 Jahr

Corona: Chronik einer Staatskrise
Bildquelle: Tichys Einblick

Jedes Drama hat einen Prolog – in diesem Fall eine Nachricht vom 27. Januar 2020: Es ist schon recht spät an einem Montagabend, deshalb macht die Meldung erst am Dienstagmorgen so richtig die Runde: Ein Mann aus dem bayerischen Landkreis Starnberg ist der erste Mensch in Deutschland, der sich mit dem Corona-Virus infiziert hat.

Was bis heute kaum jemand weiß: Der Mann hatte keine Krankheitssymptome.

Am 9. Januar 2020 war die neuartige Lungenerkrankung in China entdeckt worden. Jedenfalls hatte das Regime das an diesem Tag bekanntgegeben. Als das Virus Deutschland erreicht, meldet Peking mehr als 100 Todesopfer und 4.500 Infizierte. In dem Riesenreich fährt kein Zug mehr, alle Flugzeuge bleiben am Boden, der öffentliche Nahverkehr ist eingestellt.

Recherchen ergeben: Der erste deutsche Corona-Infizierte hat sich während einer Schulung bei einer chinesischen Kollegin angesteckt.

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Bei uns halten die meisten Politiker und Wissenschaftler zunächst gemeinsam den Ball flach. Lothar Wieler, Behördenleiter des Robert-Koch-Instituts (RKI), erklärt, es gebe keinen Grund zur Panik.

In der Sitzung des Bundestags am 30. Januar 2020 fällt das Wort „Corona“ kein einziges Mal – obwohl die Weltgesundheitsorganisation WHO den Ausbruch des Virus am selben Tag zu einer „gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite“ erklärt.

Am 11. Februar 2020 gibt die WHO dem Virus einen neuen Namen. Es heißt jetzt Covid-19.

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