Ein hochfragwürdiges Netzwerk beklagt gestiegene Muslimfeindlichkeit

vor etwa 1 Jahr

Ein hochfragwürdiges Netzwerk beklagt gestiegene Muslimfeindlichkeit
Bildquelle: Tichys Einblick

Zwei Münchnerinnen tauschen sich über „antimuslimischen Rassismus“ aus, und das sinnigerweise im Büro einer Moscheegemeinde, von denen immer mehr in Deutschland entstehen. Doch es geht ihnen nicht um schlimme Beleidigungen oder Gewalterfahrungen. Aus Sicht der Damen gehört schon ein Vorfall, in dem einer Frau mit Kopftuch vermehrt Grammatikfehler zugetraut werden, in den Bereich des antimuslimischen Sentiments. Andere zählen die Frage „Woher kommst du?“ dazu.

Aber laut einer Bilanz des Netzwerks Claim gab es sogar einen neuen Höchststand an rassistisch-antimuslimischen Vorfällen im vergangenen Jahr. 3.080 Fälle von „antimuslimischem Rassismus“ zählte der Verband, in dem sich muslimische Vereine und antirassistische Meldestellen zusammengeschlossen haben.

Aber hier muss man zunächst eine Frage einschießen: Ergibt das überhaupt einen Sinn, von „antimuslimischem Rassismus“ zu sprechen? Nein. Denn beim Islam handelt es sich nun einmal um keine Rasse, sondern um ein religiöses Ideengebäude. Man könnte also analog dem Antijudaismus oder der Christenfeindschaft vielleicht von Antimuslimismus oder Muslimfeindschaft sprechen. Soviel zum Begrifflichen. Peinlich ist, dass die versammelte bildungsbürgerliche Presse den schiefen Namen auch noch nachbetet, von der SZ bis zur Jüdischen Allgemeinen.

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