Nach Solar und Robotik: China greift nach Deutschlands Autoindustrie

vor 2 Monaten

Nach Solar und Robotik: China greift nach Deutschlands Autoindustrie
Bildquelle: NiUS

Chinesische Autobauer interessieren sich so sehr für deutsche Autos, dass sie jetzt sogar schon ganze Fabriken in Deutschland übernehmen wollen. Seit mehreren Jahren sind die Chinesen schon dabei, Manager und Entwickler von deutschen Autobauern abzuwerben. Marken wie VW oder BMW können ihre eigenen Leute nicht mehr halten und müssen jetzt bald wohl sogar Produktionsstätten an chinesische Unternehmen abtreten.

Es läuft gerade ein stilles Rollback der deutschen Wirtschaftsgeschichte. China kauft, was Deutschland aufgebaut hat. Zuerst Solar. Dann Robotik. Jetzt das Herzstück: die Automobilindustrie. Wer das immer noch als normale Globalisierung verharmlost, hat entweder nicht hingeschaut oder will es nicht sehen. Die deutsche Öffentlichkeit wird von Regierung, NGOs und öffentlich-rechtlichen Medien derweil eingelullt mit Schlagworten wie „Verkehrswende“, „Klimaziele“ oder erfundenen „Zukunftsbranchen“, die es in Deutschland nicht – oder eben bald nicht mehr – gibt.

Eine dieser Zukunftsbranchen soll ja die Elektromobilität sein. Und da läuft gerade die nächste Angriffswelle Chinas gegen deutsche Traditionsunternehmen. Beispiele? Xiaomi ist ein Smartphone-Hersteller aus Peking. Der Konzern baut sein Autogeschäft massiv aus. Nicht nur in China. Im April 2026 hat das Unternehmen in München ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für Elektroautos eröffnet. Das Team, das Xiaomi dort zusammengestellt hat, liest sich wie das Who’s Who der deutschen Premiumautomobilindustrie. Rudolf Dittrich, 15 Jahre BMW, leitet das Zentrum. Claus-Dieter Groll, Fahrdynamik-Experte für BMW 3er, 4er, Z4, X5, X6 und X7, ist dabei. Fabian Schmölz-Obermeier, der Mann hinter dem Porsche 992 und dem Lamborghini Temerario, leitet die Exterior-Design-Abteilung. Jean-Arthur Madelaine, Mercedes-Benz Vision GT, führt das Design des gesamten Zentrums. Die Liste ist noch länger. Insgesamt hat Xiaomi einen kompletten Kader ehemaliger Führungskräfte von BMW, Porsche, Mercedes-AMG und Lamborghini zusammengekauft. Das kann man Headhunting nennen. Oder auch systematische Deindustrialisierung über den Arbeitsmarkt.

Xiaomi plant, ab 2027 Autos in Europa zu verkaufen. Das erste Modell, der YU7 GT, wird maßgeblich von diesem Münchener Team entwickelt. Bedeutet im Klartext: Deutschland hat Jahrzehnte investiert, um diese Expertise aufzubauen, und China kauft sie jetzt für den nächsten Wachstumsmarkt ein. Nämlich den deutschen Markt. Der chinesische E-Autohersteller BYD macht dasselbe, nur etwas unauffälliger. Der weltgrößte Elektroautobauer rekrutiert gezielt europäisches Personal, darunter nachweislich Ingenieure von Porsche, um seine Premiummarke Denza in Europa zu stärken.

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