Was muss im Leben geschehen, bis man sich entschließt innezuhalten, die eigene Lage rational und ehrlich zu analysieren, eigene Fehler einzugestehen und aus ihnen die Konsequenzen zu ziehen? Meist braucht es wirtschaftlichen Druck. In besonders harten Fällen eine Insolvenz, eine Scheidung oder den Verlust des Arbeitsplatzes, bis grundlegende Veränderungen tatsächlich angegangen werden.
In der Politik gelten andere Regeln. Regierungen und ihre Bürokratien bewegen sich in einer privilegierten Welt. Sie greifen auf die finanziellen Ressourcen einer anonymen Masse zu und können diese ihren ideologischen Konzepten zuführen, bis buchstäblich die Quellen versiegen.
Nur so lässt sich erklären, weshalb die klimasozialistische Dystopie, die Berlin und Brüssel unter dem wohlklingenden, historisch-assoziativen Slogan Green Deal über die deutsche Wirtschaft wie ein immer engmaschigeres Treibnetz auswarf, noch immer von breiten Teilen der Wirtschaft und der Gesellschaft hingenommen wird – zunehmend murrend, aber ohne offenen Widerstand.
Zunächst zehren die Betriebe ihre vorhandenen Reserven auf – massive Kürzungs- und Effizienzprogramme begleiten dieses Interludium des Abstiegs. Rund 24.000 Unternehmen werden in diesem Jahr insolvent gehen. Dennoch hält sich hartnäckig die Illusion, der Aufbau einer grünen Scheinwirtschaft sei machbar, er läge im Interesse der Gesellschaft, die sich im klirrenden Winter dem terranen Siedepunkt nähere.
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