Chef des Bundesverbands mit deutlichen Worten: Lage der Deutschen Industrie so gefährlich wie nie zuvor

vor etwa 1 Monat

Chef des Bundesverbands mit deutlichen Worten: Lage der Deutschen Industrie so gefährlich wie nie zuvor
Bildquelle: Apollo News

„Wir sind oft nicht mehr so viel besser wie wir teurer sind“, kritisiert Peter Leibinger, der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). Die Industrie leide unter zahlreichen Preistreibern. Neben den hohen Energiekosten seien das vor allem die Lohnnebenkosten, die Lohnstückkosten und die Steuern. In all den Bereichen habe man ein Spitzenniveau. „Wir sind nicht überall die Nummer 1, aber wir sind überall unter den Top 3 oder Top 5“, sagt er im Table.Briefings-Podcast.

Table-Chefredakteur Michael Bröcker entgegnet, dass Politiker und Gewerkschaften zwar alle von mehr Wettbewerbsfähigkeit redeten, doch gebe es keine gemeinsame Analyse, was zu tun sei. Leibinger widerspricht, dass es nicht „die Industrie“ oder „die Gewerkschaften“ gebe, sondern „Schicksalsgemeinschaften“. Wenn Industriegewerkschaften in einer ernsthaften Runde zusammenkämen, käme man schnell zu den gleichen Diagnosen.

Die Regierung müsse ein Narrativ entwerfen, warum sich die anstehenden Reformen, wie die Rentenreform, lohnen. Aus seiner Sicht sei die Frage nach dem Sinn einfach zu beantworten: „Weil wir ein tolles Land haben und Freiheit und das bewahren wollen“. Doch anstatt dass auf ein Gesamtpaket gesetzt werde, würden die Koalitionspartner bei den einzelnen Reformen maximal verhandeln, so der Präsident des BDI.

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