CDU-Historiker Andreas Rödder denkt über Parteiaustritt nach

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CDU-Historiker Andreas Rödder denkt über Parteiaustritt nach
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„Ich habe ein Problem.“ Und: „Darüber denke ich gerade nach.“ Mit diesen Worten deutet der Historiker Andreas Rödder, ehemaliger Vorsitzender der CDU-Grundwertekommission, im Interview mit der Welt an, dass er über einen möglichen Austritt aus der Partei nachdenkt. Besonders die Strategie der CDU im Umgang mit der AfD hält er für falsch.

Rödder sieht in der geänderten Regelung zur Eröffnung des Bundestages eine bewusste Entscheidung gegen die AfD: „Es ist natürlich eine Lex AfD, mit der man verhindern will, dass diese Partei in den Genuss der Rechte kommt, die auch ihr qua Gewohnheitsrecht zustehen.“ Dies sei zwar legal, aber „aus meiner Sicht nicht legitim“. Er kritisiert: „Mich stört die moralische Selbstgewissheit, mit der wir hier in Deutschland über Verletzungen der Demokratie in Ungarn, in Polen oder den USA reden und den Balken im eigenen Auge nicht sehen.“

Zum Umgang mit der AfD im Parlament sagt er: „Zur Demokratie gehört eine gewisse Resilienz und eben auch, dass man im Bundestag einen Alterspräsidenten der AfD akzeptiert.“ Über Alexander Gauland urteilt er: „Die AfD hätte mit Alexander Gauland einen Alterspräsidenten gestellt, den man in vielem kritisieren kann, der aber als Persönlichkeit respektabel gewesen wäre.“

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