Die Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, hat sich für eine gesetzliche Regulierung von KI und Algorithmen ausgesprochen. An den Bundestag appellierte sie, beide Bereiche in die geplante Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) aufzunehmen. Diese Forderung bekräftigte Ataman am Dienstag in der Bundespressekonferenz, wo sie gemeinsam mit Eva Andrades, der Geschäftsführerin des Antidiskriminierungsverbandes Deutschland, den Jahresbericht 2025 vorstellte.
Menschen müssten davor geschützt werden, wenn Algorithmen über Jobbewerbungen, Wohnungsvergabe oder Versicherungen entscheiden, betonte Ataman gegenüber Table.Briefings. Das sei bisher gesetzlich nicht geregelt.
Auch fordert Ataman in diesen Fällen einen gesetzlichen Auskunftsanspruch, wie er bereits auf EU-Ebene gemäß dem EU AI Act besteht. Denn nach der aktuellen Rechtslage haben Personen, die glauben, von einer KI diskriminiert worden zu sein, kein Recht darauf zu erfahren, warum. Personen und Antidiskriminierungsstellen könnten dadurch Einblick in die Funktionsweise eines Algorithmus bekommen.
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