Statt endlich Licht in die offenbar bewusst verdunkelte Sache zu bringen, setzt Außenminister Johannes Wadephul (CDU) den humanitätsdusseligen „never ending“ Skandal um das „Bundesaufnahmeprogramm Afghanistan“ (BAP; gestartet am 17. Oktober 2022 von der „Ampel“) seiner Vorgängerin und Duz-Freundin Annalena Baerbock (Grüne) fort.
Wadephul fordert nun eine ganz schnelle letzte Aufnahme der angeblich 1.800 im pakistanischen Islamabad wartenden Afghanen in Deutschland. Wadephul wörtlich gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd): „Ich gehe davon aus, dass das Priorität hat … Die erforderlichen Überprüfungen und auch Flüge finden jetzt schnell statt.“ Begründung: Ab Anfang 2026 drohe den in Pakistan verbliebenen Afghanen die Abschiebung in ihr Herkunftsland, aus dem sie geflohen waren. Es heißt: Diese Afghanen hätten aus dem BAP-Programm seit Jahren Aufnahmezusagen, weil sie zuvor für westliche Soldaten und Organisationen gearbeitet hätten und deswegen heute von den Taliban bedroht würden.
Viele freilich sind im Zuge des BAP-Programms längst in Deutschland angekommen (siehe unten). Es geht um Zehntausende. Nun stellt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) die Zusagen in Frage. Bei etwa 640 Afghanen hatte Dobrindt gegen eine Aufnahme entschieden. Dass Wadephul sich hier offenbar gegen den Innenminister stellt, wird ihm von den „ZEIT“-Lesern (wem sonst) hoch angerechnet. Wadephul sei der letzte Rest an christlicher Nächstenliebe in der C-Partei usw. Dass 250 NGOs überwiegend aus der „Asyl-Community“ (u.a. Kabul Luftbrücke, PRO ASYL, Terre des Hommes, Amnesty International, Paritätischer Gesamtverband, Human Rights Watch, Brot für die Welt) Wadephul den Rücken stärken, überrascht nicht.
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