Die grüne Subventionswirtschaft gerät unter Druck. Auf der ganzen Welt ziehen sich Unternehmen aus Öko-Projekten zurück und konzentrieren sich wieder auf ihre klassischen Geschäftsfelder. In Deutschland legte ArcelorMittal sein milliardenschweres Projekt zur Umstellung zweier Werke auf grünen Stahl trotz turmhoher Förderzusagen auf Eis. Shell strich ein großes Biokraftstoffprojekt in Rotterdam von seiner Agenda, und Equinor korrigierte seine Zielmarken für erneuerbare Energien und kohlenstoffarme Produktion. Neben TotalEnergies zogen sich zahlreiche andere Konzerne aus der kostspieligen Klimawohlfühlstrategie zurück.
Die Gründe sind stets ähnlich: Ein erschütternder Abgleich der Rentabilität der Projekte mit der wirtschaftlichen Realität, die dauerhafte Verflechtung mit staatlicher Regulierung und die nicht endende Abhängigkeit von öffentlichen Subventionen. Auf Dauer sind die Lasten zu hoch, die Renditeerwartungen zu niedrig. Für deutsche Politiker und deren Claqueure in Instituten wie dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung muss diese Entwicklung wie ein Donnerschlag wirken. Dessen Präsident Marcel Fratzscher wird bislang nicht müde, das Hohe Lied auf die Klimawirtschaft anzustimmen und auf deren soziale, ökonomische Wunderwirkung zu hoffen.
Doch die Wirklichkeit hat den Ökosozialismus längst überholt. Schon trat der nächste prominente Dissident des Klimakults, einer der ganz großen Namen der Energiebranche, vor die Presse: Der britische Mineralölkonzern BP. BP will seine Anteile an Net Zero Teesside und an der Northern Endurance Partnership verkaufen.
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