Bis zu 6000 Euro pro Prüfung: Großangelegter Betrug bei Deutsch- und Einbürgerungstests

vor 5 Monaten

Bis zu 6000 Euro pro Prüfung: Großangelegter Betrug bei Deutsch- und Einbürgerungstests
Bildquelle: NiUS

Mehrere Personen stehen im Verdacht, Deutsch- und Einbürgerungstests stellvertretend für Antragsteller abgelegt zu haben, die dazu selbst aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse nicht in der Lage waren. Ermittler der Nürnberger Kriminalpolizei haben zahlreiche Fälle aufgedeckt und Tatverdächtige festgenommen.

Bereits in der Vergangenheit hatten die Behörden Ermittlungsverfahren wegen gefälschter Sprachzertifikate geführt. Im Oktober 2025 gelang es den Beamten dann schließlich, einem sogenannten Vermittler auf die Spur zu kommen. Dieser verkaufte zwar keine gefälschten Sprachzertifikate – schickte aber Stellvertreter zur Prüfung.

Die Stellvertreter sprachen so gut Deutsch, dass sie die Prüfung für die „Kunden“ des Vermittlers erfolgreich ablegen konnten. Hierzu legten sie den Prüfern gefälschte Dokumente mit dem Bild des Stellvertreters und den Personalien des „Kunden“ vor. Den Prüfern war es somit nicht möglich, den Schwindel zu durchschauen. Im Anschluss stellten die Prüfer ein entsprechend echtes Zertifikat aus, das den jeweiligen Behörden dann für die Ausstellung einer Aufenthaltserlaubnis oder für die Einbürgerung vorgelegt wurde. Für die Organisation der Prüfung mussten die Auftraggeber Beträge zwischen 2.500 und 6.000 Euro bezahlen.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von NiUS

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von NiUS zu lesen.

Weitere Artikel