Die Affäre um CDU-Vize-Generalsekretärin Christina Stumpp offenbart den Machtverfall des Kanzlers

vor etwa 4 Stunden

Die Affäre um CDU-Vize-Generalsekretärin Christina Stumpp offenbart den Machtverfall des Kanzlers
Bildquelle: NiUS

Es klingt wie eine harmlose Personalie. Doch in Wahrheit ist das Gezerre um die Neubesetzung des Postens von CDU-Vize-Generalsekretärin Christina Stumpp ein Indiz für den völligen Machtverfall des Kanzlers, der sie einst als weibliches Feigenblatt auf diesen neu geschaffenen Posten hievte.

Nach NIUS-Informationen ist der Streit noch immer nicht ausgeräumt. Die mächtigen Landesgruppenchefs der Unionsfraktion (intern „Teppichhändler“ genannt), konnten sich dem Vernehmen nach am Donnerstagabend nicht auf ein neues Angebot für Stumpp einigen, mit dem ihr der Verzicht auf den Vize-Generalsekretär schmackhaft gemacht werden könnte. Ursprünglich sollte die langjährige Kommunalpolitikerin aus Baden-Württemberg „agrarpolitische Sprecherin“ der Unionsfraktion werden, um sie für den von Merz gewünschten Verzicht auf die Stelle im Konrad-Adenauer-Haus zu „entschädigen“. Dies lehnte Stumpp bislang ab und verwies darauf, dass sie vom Parteitag gewählt sei und auch nur von diesem wieder entbunden werden könne.

Ein mehr als erstaunlicher Vorgang im politischen Geschäft! Stumpp hatte intern vehement gegen die Neubesetzung des Generalsekretärspostens durch die bisherige CDU-Schatzmeisterin Franziska Hoppermann gekämpft, konnte sich aber nicht durchsetzen. Der bisherige Generalsekretär Carsten Linnemann wechselte im August ins Gesundheitsministerium. Nun wollen Parteichef Merz und die neue Generalsekretärin Stumpp durch den Thüringer Abgeordneten Michael Hose ersetzt werden. Doch Stumpp stellt sich stur und führt so vor allem den Kanzler vor, der sie ausdrücklich zum Verzicht aufgefordert hatte.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von NiUS

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von NiUS zu lesen.

Weitere Artikel