Rauswurf der „Bibliothek des Konservatismus“: Niedersachsen spielt Politbüro

vor 7 Monaten

Rauswurf der „Bibliothek des Konservatismus“: Niedersachsen spielt Politbüro
Bildquelle: Tichys Einblick

Im vergangenen Jahr kündigte die Göttinger Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes der Berliner Bibliothek des Konservativismus (BdK) die Zusammenarbeit zum 31. Dezember 2025 – und zwar ohne jede Begründung.

Bei der BdK handelt es sich um die größte Sammlung deutschsprachiger Werke zum Themenbereich Konservatismus; mit 35 000 Bänden stellt die überwiegend durch Spenden finanzierte Institution eine wichtige Einrichtung auch für die Forschung dar. Mit dem Hinauswurf aus dem Bibliotheksverbund wäre sie mit ihrem Bestand für die digitale Titelsuche nicht mehr auffindbar. Sie verschwände also für Studenten und Wissenschaftler außerhalb Berlins gewissermaßen von der Landkarte. Das Magazin „The European Conservative“ sprach deshalb von einer „digitalen Bücherverbrennung in Berlin“.

Die Antwort der Landesregierung entspricht exakt dem, was man mit „Arroganz der Macht“ bezeichnet: das Ministerium referiert erst sehr ausführlich, was schon in den Fragen der AfD-Fraktion stand, um dann mitzuteilen: „Die Bibliothek des Konservatismus (BdK) war zu keiner Zeit Mitglied des GBV. Als privatrechtlich organisierte Bibliothek außerhalb des Verbundgebiets nutzt sie derzeit im Rahmen eines Dienstleistungsvertrags den Hosting-Service für das Bibliotheksmanagementsystem. Der privatrechtliche Dienstleistungsvertrag zwischen der Verbundzentrale des GBV und der BdK wurde 2008 von beiden Seiten geschlossen und 2021 aus formalen Gründen aktualisiert.“

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