Der Fall, der im Sommer 2024 bundesweit Entsetzen auslöste, ist juristisch beendet. Der Bundesgerichtshof hat die Revision gegen das Urteil verworfen. Damit bleibt es bei neun Jahren Jugendstrafe gegen den Täter Mwafak al-S. Die Karlsruher Richter haben die Entscheidung der Vorinstanz damit bestätigt.
Schon die damaligen Berichte machten klar, was hier geschehen war. Es ging nicht um ein Gerangel, nicht um eine diffuse Nacht mit unklaren Abläufen, sondern um einen Überfall einer Gruppe auf zwei junge Männer, von denen einer am Ende tot war. Nach damaliger Darstellung wurde Philipos sogar aus der Situation herausgezogen und dann weiter attackiert. Genau deshalb fraß sich der Fall so tief ins öffentliche Bewusstsein. Jeder verstand sofort, was hier sichtbar wurde: die völlige Schutzlosigkeit des Einzelnen gegen Gruppenrohheit, die in deutschen Städten und Parks längst kein Ausnahmebild mehr ist.
Das Urteil lautet neun Jahre Jugendstrafe. Der Anwalt des Angeklagten hatte die Verurteilung laut WELT als „skandalös“ bezeichnet und Revision eingelegt. Der BGH hat diese Linie nun kassiert. Juristisch ist die Sache damit entschieden. Der Staat sagt: Mehr gibt es dazu nicht mehr zu verhandeln.
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