„Es braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen.“ Das sagte einst Hillary Clinton und handelte sich damit eine Menge Ärger ein. Denn die Frau, die später im Kampf um die US-Präsidentschaft völlig zu recht erst gegen Barack Obama und dann gegen Donald Trump verlor, formulierte damit einen gesellschaftlichen Anspruch auf Mitsprache bei der Erziehung von Kindern.
Nicht wenige Amerikaner fanden und finden allerdings, dass es dafür eben gerade kein Dorf braucht, sondern Eltern. Vielleicht noch eine Familie. Aber ganz sicher nicht „die Gesellschaft“.
Die Frage, wie viele Menschen es braucht, um ein Kind großzuziehen, beschäftigt die politischen Debatten auf der anderen Seite des Großen Teichs noch immer. Wir wollen uns da auch gar nicht einmischen. Stattdessen wollen wir jubilieren und frohlocken: Denn hier bei uns ist jetzt zumindest geklärt, wie viele Behörden und sonstige Institutionen es braucht, um in Berlin ein geplatztes Wasserrohr zu reparieren.
Es sind 23. In Worten: dreiundzwanzig.
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