In Deutschland sind etwa 20 Straßen, Alleen und Plätze nach Helmut Kohl benannt. Ausgerechnet in Berlin – der Stadt, die es ohne den Kanzler der Einheit in ihrer heutigen Form gar nicht gäbe – mochte man sich an Kohl bisher nicht in dieser Form erinnern.
Diese Peinlichkeit wollte sich sogar die um selbsterzeugte Peinlichkeiten nicht verlegene Hauptstadt-CDU nicht länger antun. Ihr Parteichef, der Regierende Bürgermeister Kai Wegner, setzte vor sieben Monaten die Umbenennung der bisherigen Hofjägerallee in Helmut-Kohl-Allee durch.
Das war gar nicht so einfach, denn der betroffene Stadtbezirk Mitte mit seiner grünen Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger wehrte sich lange mit Händen und Füßen. Am Ende willigte die einflussreiche 55-Jährige dann doch ein – schließlich kann es sein, dass die Hauptstadt-Grünen mit der CDU nach den kommenden Wahlen bald einen Senat bilden müssen. Da kann ein Zeichen des guten Willens nicht schaden.
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