Schweden wählt am heutigen Sonntag ein neues Parlament. Nach vier Jahren konservativer Regierung könnte es zu einem Machtwechsel kommen – und ausgerechnet eine ethnisch und religiös geprägte Mobilisierung könnte dabei eine entscheidende Rolle spielen. In den vergangenen Wochen ist eine arabischsprachige Kampagne entstanden, die mit der Angst vor Abschiebungen arbeitet und muslimische Wähler zur geschlossenen Stimmabgabe für das linke Lager bewegen soll.
Nach einer Recherche von Expressen werben große arabischsprachige Diskussionsgruppen demnach dafür, dass Araber und Muslime ihre Stimmen nicht auf verschiedene Parteien aufteilen, sondern geschlossen die Linkspartei wählen. Dabei wird vor allem auf die migrationspolitische Linie der Partei verwiesen: Sie lehnt Abschiebungen ab, verteidigt das Asylrecht und setzt sich für eine offenere Einwanderungspolitik ein.
Dabei sollen muslimische Wähler ausdrücklich über die Pro-LGBT-Politik der Vänsterpartiet hinwegsehen. In arabischsprachigen Beiträgen wird dazu aufgerufen, „über Homosexualität hinwegzusehen“ und stattdessen darauf zu schauen, was die Partei für Muslime, Einwanderer und Palästina tue.
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