Nach dem legendären Habeck-Schmuse-„Interview“ setzt die Miosga-Sendung mit Bärbel Bas (SPD) auf der nach unten offenen Unterwerfungs-Skala neue Duftmarken. Selten haben sich zwei Frauen im deutschen Fernsehen eindrucksvoller selbst entlarvt als die gelernte Nachrichtensprecherin und die Bundesministerin mit Hauptschulabschluss, Brandstifter-Diplom und Meisterbrief in politischer Provokation. Es fehlt nur noch, dass Miosga wissen will, ob Bas in der Küche eher Schlappen oder Stiefel trägt. So wie bei Robby.
Zunächst darf sich Bas elegisch darüber beschweren, dass sie wegen ihrer dauernden Entgleisungen dauernd Gegenwind erhält. Sie nennt es natürlich „Angriffe“, und schuld seien vor allem die bösen sozialen Netzwerke, völlig klar. Sie werde „übrigens auch als Frau“ angefeindet, und bekomme „Hassmeldungen“ wegen ihres Äußeren. Vor ihrem Bürgerdialog habe sogar die AfD demonstriert, „weil sie diese Position, dass ich für eine vielfältige Gesellschaft stehe, für die Demokratie, eben auch als Feindbild für ihre Arbeit sieht“.
Miosga holt den hammerharten Wattebausch raus: „Wie gehen Sie damit um?“ will sie wissen. Eine Frage wie ein Donnerkeil. Die überdimensionalen, schlaff herunterhängenden Knoten in ihren Blusenärmeln passen heute gut zu ihren Fragen, die wie immer sorgsam auf einem Stapel Spickzettel notiert sind. Miosga ist so sehr bemüht, Bas als irgendwie menschlich, sympathisch, verletzlich zu inszenieren, dass bereits das bloße Zuschauen unter die Genfer Folterkonvention fällt.
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