Bei Illner: Europa steht geopolitisch unter Druck

vor etwa 1 Stunde

Bei Illner: Europa steht geopolitisch unter Druck
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Preise an deutschen Zapfsäulen kennen nur eine Richtung. Seitdem Donald Trump im Konflikt mit dem Iran wieder stärker in den Angriffsmodus gewechselt ist, klettern die Spritpreise nach oben. Für Deutschland und Europa ist der Konflikt wegen der ökonomischen Folgen ein großes Problem. Die Bundesregierung rechnet für dieses Jahr ohnehin nicht mit einem großen volkswirtschaftlichen Plus.

Doch aufgrund der gestiegenen Energiekosten dürfte selbst dieses minimale Wachstum nicht mehr zu erreichen sein. Einfluss hat der Kanzler keinen. Deutschland braucht die USA mehr als umgekehrt. Mit welchem Pfund sollte Merz in Washington auch wuchern können? Die deutsche Industrie geht den Bach runter und militärisch befindet sich die Bundeswehr gerade erst am Anfang der Wiederherstellung der Wehrfähigkeit. Geopolitisch kommt Deutschland also unter die Räder. Die Polit-Talkrunde bei Illner thematisiert diese Problematik.

Unter anderem sitzen CDU-Mann Armin Laschet, Linken-Urgestein Gregor Gysi und erstaunlicherweise AfD-Politiker Rüdiger Lucassen am Tisch. Eben jener Lucassen wird in den Medien als Partei-Rebell wahrgenommen, weil er es gewagt hatte, Björn Höcke öffentlich zu widersprechen. Wahrscheinlich darf er deshalb auch in die Sendung. Obwohl die politische Konstellation eigentlich eine kontroverse Debatte verspricht, verläuft die Sendung ziemlich geordnet. Informativen Mehrwert bekommt der geneigte Zuseher allerdings in überschaubarem Umfang serviert. Niemand hat an diesem Abend mehr zu bieten als altbekannte Analysen. Es stellt sich in der Woche nach dem Spahn-Eklat sowieso die Frage, wieso die Sendung nicht zu dem Thema gemacht wird?

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