BASF-Chef sieht keine Deindustrialisierung

vor 8 Monaten

BASF-Chef sieht keine Deindustrialisierung
Bildquelle: Tichys Einblick

BASF-Vorstandsvorsitzender Markus Kamieth gab im Interview mit dem Handelsblatt seine Sicht auf BASF, die Chemiewirtschaft und den Standort Deutschland zu Papier. Dabei wichen seine Betrachtungen um Längen von dem ab, was wir tagtäglich in der Wirtschaft beobachten. Kamieth sieht Standortstabilität, wo eine messbare Deindustrialisierung zu massivem Substanzverlust führt.

Wenn der CEO des deutschen Chemie-Flaggschiffs BASF ein Interview über die allgemeine Lage gibt, lohnt es sich, genau hinzuhören. Was Kamieth im Gespräch mit dem Handelsblatt konkretisierte, ist bemerkenswert: Die BASF investiere nirgendwo auf der Welt so stark wie am Ludwigshafener Stammsitz, mehr als in China, so Kamieth.

Diese Aussage weicht bemerkenswert weit von der Realität ab, investierte BASF doch jüngst einen Betrag von 8,7 Milliarden Euro in seinen neuen Verbundstandort im chinesischen Zhanjiang. In Deutschland hingegen wird der Abbau weiter fortgesetzt.

Bereits 2023 kündigte BASF an, mehrere größere Assets ausgerechnet am Stammsitz und anderen deutschen Schlüsselwerken stillzulegen. Ziel war es, die Fixkosten vor dem Hintergrund des energiepolitischen Desasters zu reduzieren, das den Standort fundamental beschädigt hat.

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