Bärbel bricht die Brücken ab

vor 2 Monaten

Bärbel bricht die Brücken ab
Bildquelle: Tichys Einblick

Seit vielen Jahren arbeitet sich die ehemalige Volkspartei SPD mit immer realitätsfernerer Politik am Bürger vorbei kontinuierlich und unaufhaltsam abwärts. Nach der völlig verhunzten Landtagswahl in Baden-Württemberg stand die SPD dann vor einem Trümmerhaufen, den selbst geübte Parteiredner nicht mehr schönsprechen konnten. Zehn Sitze. Gerade eben so noch über der Fünf-Prozent-Grenze. Ein Ergebnis, bei dem die SPD nicht mehr verliert, sondern politisch komplett in den Keller rauscht. Die SPD war in Baden-Württemberg nur noch der rote Rand am Wahlzettel.

Zwei Wochen später folgte Rheinland-Pfalz. Dort hatte die SPD seit 1991 regiert, 35 Jahre lang. Dann kam der 22. März 2026. CDU 31,0 Prozent, SPD 25,9 Prozent, AfD 19,5 Prozent. Die Sozialdemokraten wurden abgeräumt, ausgerechnet in einem Land, das sie jahrzehntelang für politischen Besitzstand gehalten hatten. Aus Regierungspartei wurde Juniorpartner.

Vorher konnte man das jahrelang mutmaßen – aber jetzt weiß man, was sie damit meinte. Nicht zurück zu Arbeit, Leistung, Ordnung, Grenze, Sicherheit. Nicht zurück zu den Leuten, die morgens aufstehen, Steuern zahlen, Beiträge zahlen und abends feststellen, dass sie in den Reden ihrer früheren Partei nur noch als Störgeräusch vorkommen. Bas meinte offenbar: Die SPD soll nicht mehr so tun, als werbe sie noch um diese Menschen. Sie soll den Bruch offen vollziehen.

Die alte Wählerschaft wird mit dieser realitätsfernen und gesellschaftszersetzenden Politik nicht mehr zurückgewonnen. Sie wird abgeschrieben. Der Facharbeiter, die Verkäuferin, der Handwerker, der Busfahrer, der kleine Angestellte, die Rentnerin mit knapper Kasse, die Familie im überhitzten Mietmarkt, der Lehrer an der Brennpunktschule, der kommunale Mitarbeiter, der den Sozialstaat täglich am Anschlag sieht: Dieses alte SPD-Milieu hat die Partei lange moralisch ausgepresst. Nun behandelt sie es wie verlorenes Gelände.

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