Die demokratische Kongresskandidatin Melissa Chaudhry, die im 9. Kongresswahlbezirk des US-Bundesstaates Washington antritt, steht wegen ihrer Positionierung zur Unterstützung von LGBT-Rechten in der Kritik. Nach einem Bericht der in Seattle beheimateten Zeitung The Stranger erklärte sie in einem Interview, das von The Stranger aufgezeichnet wurde, dass sie aus Rücksicht auf muslimische Wähler auf ihrer Website keine explizite Unterstützung von LGBT-Gruppen aufführt.
Nachdem sie gefragt worden war, warum entsprechende Positionen auf ihrer Kampagnenseite fehlen, antwortete sie: „Weil viele Muslime leider nicht so denken.“ Zuvor hatte Chaudhry bereits einem Redaktionsteam der Zeitung mitgeteilt, sie gehe „behutsam mit ihren muslimischen Wählern um“.
Zwar gab sie auf Nachfrage an, LGBT-Rechte in den Bereichen „Gerechtigkeit, Gesundheitsversorgung, Wohnen und Arbeit“ sehr wohl zu unterstützen. Kritiker werfen ihr jedoch vor, diese Positionen während des Wahlkampfs nicht offen zu vertreten und sie den Wählern aus taktischen Gründen zu verschweigen.
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