Rosi Mittermaier und Christian Neureuther verstanden es, ihre goldene Ski-Karriere anschließend im Fernsehen zu versilbern. Etwa als hochsympathische Kommentatoren in der RTL-Chartsshow. Ihr Sohn Felix versucht den gleichen Weg zu gehen. Aber er hat sich als Nische für den Kampf gegen das Klima-Armageddon entschieden. In der Vergangenheit das Thema der Zukunft. Doch aktuell krepiert das Thema in allen Rohren, aus denen die entsprechenden Medien schießen. Nicht nur weil aktuell das Wetter kein Klima ist. Selbst wenn die Versuche der WAZ unterhaltsam waren, von zu warmem Frost zu schreiben. Auch die Vierte Gewalt darf mitunter ausgelacht werden.
Nun ging Felix Neureuther als TV-Klima-Experte baden. Seine – nennen wir es in Ermangelung eines besseren Wortes – Reportage „Olympia im Wandel?“ flopte im Hauptprogramm der ARD. Dabei sollte der Titel die abholen, die sich auf die Winterspiele in Italien freuen, die Ende der Woche starten. Und auch die ARD-Zuschauer sollten sich daran erfreuen, die sich so gerne zu bösem Kapitalismus und Klima-Weltuntergang gruseln. Schon früher hatte sich Neureuther öffentlich festgelegt, dass die Erde sterbe, wenn die bösen Massen den Sport ausübten, dank dem er berühmt geworden ist.
Ein junger Mensch, der eine grüne Botschaft sendet. Genau so stellen sich die ARD-Verantwortlichen ihr Programm vor. So denken sie, erreichen und bewegen sie die Massen in ihrem Sinne. Ihr Problem ist nur: Das tut sich keiner freiwillig an. 1,75 Millionen Zuschauer sahen im Schnitt um 20.15 Uhr Felix Neureuther zu. Um das einzuordnen: Zwei Stunden später erreichten die Tagesthemen wieder knapp 2 Millionen Zuschauer. Im Vorabendprogramm, um 18 Uhr, sahen sogar 3,5 Millionen Zuschauer das Quiz „Wer weiß denn sowas?“ in der ARD.
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